ISOMETRIX : Biometrische Zugangs- und Kontrollsysteme
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Historie

Aus der Zeit um 3000 v.Chr. stammen Steinzeichnungen der Micmac-Indianer aus Nordamerika, welche Handflächen mit vereinfacht dargestellten Papillarmustern in den Fingerkuppen sowie Abbildungen von Linien in den Handflächen darstellen.

Um 2000 v. Chr. wurde bei den Babyloniern, Assyrern, Chinesen und Japanern der individualisierende Wert der Papillarleisten als Abdruck zur Signierung rechtsverbindlicher Erklärungen und Vereinbarungen verwandt.

Im Jahre 1684 veröffentlichte der britische Botaniker Nehemia Grew eine Arbeit über Fingerabdrücke.

Der erste Europäer, der die Fingerabdrücke polizeilichen Zwecken dienstbar machen wollte, war 1877 der Engländer William Herschel, der in Kalkutta im Dienst der indischen Zivilverwaltung stand. Ihm ging es dabei vor allem um die Feststellung der Identität von Personen bei der Auszahlung von Löhnen und Gehältern.

Eine erste Klassifikation von Fingerabdrücken in neun Kategorien unternahm im Jahre 1823 Philip Purkinje. Dem Naturforscher und Genetiker Sir Francis Galton gelang 1888 der eigentliche Durchbruch - er gilt allgemein als Begründer der Daktyloskopie, des Fingerabdruckverfahrens - in einer Studie über Fingerabdrücke beschrieb er erstmals die so genannte Minutia-Eigenschaft von Fingerabdrücken: er zeigte auf, dass die charakteristischen Linien, die Papillar-Linien, in der Fingerkuppe individuell einmalig und erblich sind.

Einen wichtigen Beitrag zur Identifikation, zur Wiedererkennung von Fingerabdrücken, leistete Edward Henry im Jahre 1899. Er und seine beiden indischen Assistenten veröffentlichten das nach ihm benannte "Henry-System" der Fingerabdruck-Klassifikation. Diese Indizierungs-Methode war Voraussetzung für die manuelle Identifikation durch Experten.

In den USA forschte man bereits in den 1960er Jahren an automatischen Fingerabdrucks-Identifikationsverfahren.

In Deutschland wurde mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes 1952 der Beweiswert der Daktyloskopie in der Rechtsprechung uneingeschränkt anerkannt. 1976 wurde das erste halbautomatische Datenverarbeitungssystem zur Auswertung von Fingerabdrücken eingeführt. AFIS, ein automatisiertes Fingerabdruck-Identifizierungs-System, wurde 1993 eingeführt.
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